Google Merchant Center für Everspring-Produkte einrichten

Richte Google Merchant Center für deine Everspring-Produkte ein — Domainverifizierung, Pflichtfelder und Feed-Konfiguration.

Google Merchant Center (GMC) ist der Feed, mit dem Google deine Produkte in Google Shopping, der Suche und Performance-Max-Anzeigen ausspielt. Es ist kein Marktplatz — Käufer transagieren nicht über Google. Sie klicken auf dein Listing und landen in deinem Webshop. Aber die Regeln, um akzeptiert und gerankt zu werden und nicht markiert zu werden, sind strenger, als die meisten Wiederverkäufer erwarten.

💡 GMC ist unnachgiebig. Ein falsch konfigurierter Feed schadet nicht nur einem Listing — er kann dein gesamtes Konto in einem Land unterdrücken oder deine Domain als unzuverlässig markieren. Die Grundlagen zählen mehr als die Optimierung. Bekomme die zuerst richtig.

Was GMC ist und was nicht

  • Was es ist: ein Produktfeed-Manager. Du reichst deinen Katalog (Titel, Preise, Bilder, EANs, Verfügbarkeit) bei Google ein, und Google nutzt diese Daten, um deine Produkte in Shopping-Anzeigen, kostenlosen Shopping-Listings und der Suche zu zeigen.

  • Was es nicht ist: ein Marktplatz. Keine Buy Box, keine geteilte Produktseite, kein von Google verwalteter Checkout. Der Kunde landet immer in deinem eigenen Webshop.

Das heißt, der Wert von GMC hängt voll davon ab, dass dein Webshop gesund ist: verifizierte Domain, akkurate Preise, funktionierender Checkout und eine echte Fulfillment-Geschichte hinter jedem Listing.

Voraussetzungen

  1. Ein funktionierender Webshop auf deiner eigenen Domain — Shopify, WooCommerce oder custom. Everspring-Produkte gesynct und listbar.

  2. Eigene EANs auf deine Marke eingetragen (siehe Markenregistrierung und EANs). GMC verlangt explizit GTINs, die zur Marke passen, bei Markenprodukten.

  3. Ein Google-Konto mit einem Google-Ads-Konto verknüpft (kostenlos, aber empfohlen, auch wenn du keine bezahlten Anzeigen schaltest — viele GMC-Funktionen setzen es voraus).

Schritt 1 — Domain verifizieren und beanspruchen

Nicht verhandelbar. Google zeigt keines deiner Produkte in irgendeinem Land, solange deine Domain nicht sowohl verifiziert (du hast Eigentümerschaft nachgewiesen) als auch beansprucht (mit deinem GMC-Konto verknüpft) ist.

Verifizierungsmethoden:

  • HTML-Datei in das Wurzelverzeichnis deiner Domain hochladen.

  • HTML-Meta-Tag im <head> deiner Startseite.

  • Google Tag Manager.

  • Google Analytics (falls bereits installiert).

Klicke nach der Verifizierung auf Beanspruchen in deinem GMC-Konto. Ohne das werden Produkte stillschweigend in den Ländern unterdrückt, in denen die Verifizierungsprüfung scheitert.

Schritt 2 — Produktfeed einrichten

Die meisten Wiederverkäufer wählen einen von drei Wegen:

  • Shopify Google & YouTube Channel — wird in Shopify installiert, pusht den Feed automatisch. Am einfachsten, wenn du auf Shopify bist.

  • WooCommerce Google Listings & Ads Plugin — äquivalent für WooCommerce.

  • Ein Integrator (Channable, DataFeedWatch) — gibt dir mehr Kontrolle über Attribute-Mapping, Custom Labels und kanal-spezifische Feed-Varianten.

Der Integrator-Weg ist empfohlen, sobald dein Sortiment einige hundert SKUs überschreitet oder du in mehreren Ländern verkaufst.

Schritt 3 — Pflicht- und empfohlene Felder

Bekomme diese richtig, sonst werden deine Produkte abgelehnt:

  • id — eindeutige Produkt-ID in deinem Feed (nutze SKU).

  • title — Produkttitel. Marke + Produkttyp + Schlüsselattribut ist das Standardmuster.

  • description — dein eigener Text, nicht von anderen Verkäufern dupliziert.

  • link — direkte URL zum Produkt in deinem Webshop.

  • image_link — ein echtes Produktfoto, weißer Hintergrund bevorzugt. Keine Wasserzeichen, keine Platzhalterbilder.

  • availability — in stock / out of stock / preorder. Muss zu dem passen, was dein Webshop zeigt.

  • price — muss exakt zum Preis auf der Landing Page passen. Abweichungen lösen sofortige Sperren aus.

  • brand — dein eingetragener Markenname. Nicht "Everspring". Everspring ist deine Lieferantenplattform, nicht die Marke auf dem Produkt.

  • gtin — deine eigene EAN, eingetragen auf deine Marke.

  • condition — normalerweise new.

  • google_product_category — Googles Taxonomie. Nimm den tiefsten Treffer.

  • product_type — dein eigener Kategoriepfad (z. B. Pflanzen > Indoor > Tropisch). Hilft Google, Kontext aufzubauen.

  • shipping — Versandkosten pro Land. Muss widerspiegeln, was der Kunde tatsächlich zahlt.

⚠️ Das brand-Feld ist das am häufigsten falsch konfigurierte Feld in GMC bei Everspring-Wiederverkäufern. Die Marke ist der Hersteller (Elho, dein eigenes Private Label usw.) — niemals "Everspring". Falsche Marke = Listing-Ablehnung oder Betrugs-Flag.

Schritt 4 — Versand und Steuer konfigurieren

Stelle in den GMC-Einstellungen Versandtarife für jedes Land ein, in das du verkaufst. Das geht global (ein Tarif pro Land) oder pro Produkt (über das shipping-Attribut im Feed). Steuer (speziell für die USA) braucht eine separate Konfiguration; für EU-Verkäufe müssen Preise im Feed inkl. USt sein.

Schritt 5 — Testen, dann einreichen

Bevor du deinen kompletten Katalog pushst, lass den Feed durch GMCs Diagnose-Ansicht laufen. Sie kennzeichnet Fehler pro Produkt. Behebe die Fehler, reiche neu ein, und expandiere erst dann auf dein gesamtes Sortiment.